Das Budget für Arbeit ermöglicht Menschen mit Behinderungen den Wechsel aus Werkstätten in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung – mit Unterstützung für Betriebe und Beschäftigte. Neben vielen Informationsveranstaltungen und Praxiseinblicken besuchten wir Anfang 2026 mit dem „Netzwerk Inklusion Niedersachsen“ sowie Unternehmerinnen und Unternehmern das Rethener Genusswerk. Dabei wurde deutlich: Es geht nicht um Sozialromantik, sondern um Fachkräftesicherung und Standortstärke. Werkstätten bieten motivierte, zuverlässige und lernbereite Talente, die mit gezielter Förderung erfolgreich integriert werden können.
Der Abschlussbericht der niedersachsenweiten Kampagne zeigt: Mit dem „Budget für Arbeit“ wurde die Zusammenarbeit von Unternehmen, Werkstätten und Leistungsträgern gezielt gestärkt. Zwischen Juli 2023 und Juni 2025 wurden 277 neue Budgets bewilligt, das gesetzte Ziel erreicht. Der Nettozuwachs lag bei rund 150, insgesamt bestehen 760 Budgets – ein bundesweiter Spitzenwert. Gleichzeitig zeigt sich eine wachsende Offenheit der Unternehmen, wenn Verfahren praktikabel sind und Unterstützung verlässlich erfolgt.
Die Kampagne zeigt, was möglich ist, wenn Staat, Fachpraxis und Wirtschaft konsequent an einem Strang ziehen. In einer Zeit, in der viele Unternehmen unter enormem wirtschaftlichem Druck stehen und sich auf das Wesentliche konzentrieren müssen, haben dennoch hunderte Betriebe in Niedersachsen Menschen mit Behinderung neue Perspektiven eröffnet. Dieses Engagement verdient höchsten Respekt. Es beweist, dass gelebte Inklusion auch in schwierigen Zeiten gelingt – wenn wir gemeinsam handeln, pragmatisch bleiben und den Menschen in den Mittelpunkt stellen. Weitere Informationen zum Budget für Arbeit finden Sie hier im Link.
Budget für Arbeit: Inklusion als Fachkräftechance


