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24. Juni 2026

Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie enttäuscht

Das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) aus Juni 2026 setzt kaum neue Impulse. Für die industrielle Skalierung zirkulärer Geschäftsmodelle braucht es deutlich mehr Tempo und Verlässlichkeit. Das Potenzial, über das Sondervermögen Impulse für die Kreislaufwirtschaft zu setzen, wird nicht ausreichend genutzt. Entscheidend ist jetzt, die Kreislaufwirtschaft konsequent als industriepolitisches Projekt zu verankern. Dafür benötigt die Industrie bessere Investitionsbedingungen, eine stärkere Förderung von Innovationen und den zügigen Aufbau funktionierender Märkte für zirkuläre Rohstoffe.

9. Regierungskommission „Circular Economy“ Niedersachsen
Konkreter Handlungsbedarf zeigt sich im Speziellen beim Einsatz von Rezyklaten und in der öffentlichen Beschaffung. In der 9. Regierungskommission „Circular Economy“ der niedersächsischen Landesregierung, in der die UVN geschäftsführend tätig sind, wurde im Arbeitskreis zu sekundären Rohstoffen ein Änderungskatalog zur Ersatzbaustoffverordnung erarbeitet, den Umweltminister Meyer am 18. Mai 2026 an das BMUKN übermittelt hat. Im Fokus stehen vereinfachte Prüf- und Analyseverfahren, klare Einbauvoraussetzungen, praxistauglichere Anforderungen an mobile Aufbereitungsanlagen sowie weniger Anzeige- und Dokumentationsaufwand. Damit mineralische Ersatzbaustoffe tatsächlich genutzt werden, muss öffentliche Beschaffung Recyclingmaterialien verlässlich nachfragen und Markthochlauf ermöglichen.