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DNW

26. Oktober 2025

Bürokratie fördert weder Wohnraum noch Klimaschutz

Im Oktober 2025 nahmen wir Stellung zum Entschließungsantrag des Niedersächsischen Landtags zur Weiterentwicklung der Niedersächsischen Bauordnung im Sinne des nachhaltigen Bauens.

Die UVN unterstützen das Ziel, ressourcenschonendes und zukunftsfähiges Bauen zu stärken. Kritisch bewertet werden jedoch die vorgeschlagene Ausweitung von Abrissanzeigen und die Einführung eines landesweiten Abrisskatasters: Nachhaltiges Bauen lässt sich besser durch die Förderung zirkulärer Materialströme und eine praxisnahe Weiterentwicklung der Ersatzbaustoffverordnung stärken.

Nachhaltigkeitsaspekte wie Ressourceneinsatz, technische Umsetzbarkeit, Kosten, Genehmigungsverfahren oder verfügbare Deponiekapazitäten werden bereits heute umfassend in Investitionsentscheidungen berücksichtigt. Zusätzliche Anzeige- und Dokumentationspflichten würden Verfahren verlängern, Kosten erhöhen und Behörden sowie Unternehmen zusätzlich belasten.

Außerdem dürfen strategisch wichtige Standorte nicht durch pauschale Regelungen benachteiligt werden. Ehemalige Industrie-, Bahn- oder Militärflächen verfügen häufig über wertvolle Infrastruktur und könnten künftig wieder für wirtschaftliche oder sicherheitsrelevante Zwecke genutzt werden.