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22. April 2026

Bund beschließt Wärmewende

Im Zentrum des neuen Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) steht die Abschaffung der bisherigen 65-Prozent-Regel für neue Heizungen. Künftig soll die Entscheidung über die Heizungsart wieder stärker bei den Eigentümern liegen. Gleichzeitig sollen klimafreundliche Brennstoffe über eine sogenannte „Bio-Treppe“ sowie eine moderate Grüngasquote schrittweise an Bedeutung gewinnen.

Aus Sicht der Wirtschaft bringt der technologieoffenere Ansatz wichtige Vorteile: Starre Einbauvorgaben entfallen, Investitionshemmnisse sinken und Unternehmen erhalten mehr Planungssicherheit und Flexibilität. Gleichzeitig bleiben zentrale Herausforderungen bestehen. Der Hochlauf klimafreundlicher Moleküle wie Biomethan oder Wasserstoff ist weiterhin mit Unsicherheiten verbunden. Zudem können steigende Anforderungen an Brennstoffbeimischungen zu höheren Kosten führen. Entscheidend wird daher sein, Wärmewende, Infrastrukturplanung, Netzausbau und Versorgungssicherheit besser miteinander zu verzahnen, damit Klimaschutz, Sozialverträglichkeit und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam gelingen.