Gut 44.000 Betriebe in Niedersachsen bildeten 2024 freiwillig aus und übernehmen damit Verantwortung für Fachkräftesicherung und berufliche Perspektiven. Gleichzeitig zeigt sich: Viele Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt, weil Berufsorientierung, Ausbildungsreife und passgenaue Vermittlung durch das richtige Matching nicht funktionieren. Aus Sicht der UVN wäre eine Ausbildungsplatzabgabe deshalb kontraproduktiv.
Eine Abgabe löst, auch mit Blick nach Bremen, Berlin und Brandenburg, weder Matching-Probleme noch Defizite bei Sprach-, Mathematik- oder Sozialkompetenzen. Statt neuer Belastungen und zusätzlicher Bürokratie braucht es frühzeitige, praxisnahe Berufsorientierung, individuelle Begleitung und eine stärkere Verzahnung von Schulen, Betrieben, Jugendberufsagenturen, Kammern und regionalen Netzwerken. Digitale Instrumente und Strukturen können dabei helfen, Jugendliche und Unternehmen besser zusammenzubringen.

