Der Anteil der Jugendlichen ohne gesicherten Schulabschluss ist laut Bildungsmonitor Niedersachsen deutlich gestiegen: 2025 verließ fast jeder zehnte Absolvent die allgemeinbildenden Schulen ohne Hauptschulabschluss. 2016 lag die Quote noch bei 5,4 Prozent. Das Kultusministerium weist darauf hin, dass darunter auch Geflüchtete sowie Jugendliche mit Förderbedarf fallen. Außerdem könnten Abschlüsse auch an berufsbildenden Schulen nachgeholt werden.
Besonders kritisch ist diese Entwicklung vor dem Hintergrund, dass fehlende Schulabschlüsse das Risiko dauerhaft erschwerter Arbeitsmarktintegration erheblich erhöhen. Gleichzeitig zeigt sich, dass junge Menschen ohne Anschluss nach der Schule häufig nicht mehr systematisch erreicht werden. Genau hier setzt die Forderung der Sozialpartner nach einem verlässlichen „Sicherheitsnetz“ am Übergang Schule–Beruf in Form einer Landesstelle an: Ziel muss es sein, Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu begleiten, Brüche im Übergangssystem zu erkennen und durch verbindliche Strukturen für Datentransfers zwischen Schulen, Berufsberatung, Jugendberufsagenturen und kommunalen Stellen sicherzustellen, damit niemand ohne Perspektive bleibt.

