Aktuell

Über die UVN

Veranstaltungen

Kontakt

DNW

17. März 2026

Verlässlichkeit, Qualität und Praxis stärken

Ein zentraler Punkt in unserer Stellungnahme zum Entwurf des Niedersächsischen Schulgesetzes ist der geplante Ausbau des Distanzunterrichts. Präsenzunterricht muss die Grundlage schulischer Bildung bleiben und darf nur in klar definierten Ausnahmefällen ersetzt werden, damit Bildungsqualität und Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet sind.

Beim Ausbau ganztägiger Bildungsangebote und zusätzlicher Fächer kommt es entscheidend auf die inhaltliche Ausrichtung an. Zusätzliche Mittel sollten gezielt in berufsorientierende, digitale und MINT-bezogene Angebote fließen. Gleichzeitig müssen Kooperationen mit Wirtschaftsakteuren systematisch gestärkt und klare Mindeststandards beispielsweise für Praxisphasen festgelegt werden. Positiv ist neben der Stärkung der beruflichen Orientierung die Verankerung der Jugendberufsagenturen – sofern diese die notwendigen Daten erhalten.

Mit Blick auf die Oberschulen ist darauf zu achten, dass Differenzierung und Leistungsorientierung erhalten bleiben. Die Aufweichung schulzweigspezifischer Strukturen darf nicht zu einer schleichenden Vereinheitlichung führen. Unterschiedliche Leistungsniveaus und individuelle Bildungswege müssen weiterhin berücksichtigt werden. Gleiches gilt für die Lehrpläne.

Auch die Regelungen zu Schulen in freier Trägerschaft haben Auswirkungen auf das Gesamtsystem. Eine stärkere Schulaufsicht darf nicht zu zusätzlicher Bürokratie führen. Verwaltungsverfahren sollten effizient, digital und praxistauglich ausgestaltet werden.